St. Michael Schützenbruderschaft Saalhoff 1520 e.V

Sommerzeltlager der Jungschützen

Seit 1981 fahren die Saalhoffer Jungschützen nun schon ins Zeltlager. War es am Anfang nur für ein Wochenende, so sind es nun stets drei Wochen in den Sommerferien. Somit ist das Zeltlager auch immer eines der größten Events des Jahres für uns geworden. Die Teilnehmer beschränken sich auch längst nicht mehr nur auf unser wohl schönstes Dorf der Welt "Saalhoff" sondern die Kinder kommen aus ganz Kamp-Lintfort und Umgebung. Auch die Teilnehmerzahlen werden immer mehr. Fast 80 Kinder und Jugendliche waren jeweils in den letzten einzelnen Jahren mit dabei.
Die Vorbereitungen für dieses Großevent erstrecken sich über das ganze Jahr. Wenn wir alle aus dem Zeltlager glücklich aber auch ein wenig geschafft wieder kommen, heißt es auch schon bald wieder: Wo fahren wir nächstes Jahr hin und wo finden wir einen passenden Zeltplatz? Den zu finden ist gar nicht mal so einfach. Wir wollen ja auch schließlich immer neue Orte kennenlernen und nicht allzu schnell zu den alten Plätzen fahren. Also heißt es viel telefonieren und herumzufahren um sich geeignete Plätze anzuschauen.

Also wenn jemand einen geeigneten Platz für uns kennt, sind wir über jede Nachricht hoch erfreut. Eine "große Wiese" hört sich zwar einfach an, aber es ist doch sehr schwierig etwas passendes für unser Spielezelt, Küchenzelt, Duschzelt, Werkzeugzelt, Essenzelt, Getränkezelt, Toilettenwagen und natürlich die ganzen Schlafzelte für ca. 80 Kinder und Jugendliche zu finden. Dazu kommt dann noch immer die Versorgung mit Strom und Wasser. Am Besten wäre also ein nah gelegener Bauernhof oder ein Haus in der Nähe. Aber bis jetzt haben wir es immer geschafft, bis zum Anfang des Jahres einen passenden Platz zu finden.

Während alle Ausschau nach einem Zeltplatz halten befasst sich unsere Diashow Truppe schon mit der Wiederaufbereitung des letzten Zeltlagers. Aufgrund der heutigen technischen Möglichkeiten sollte das Wort Diashow aber nicht mehr wörtlich genommen werden. Jetzt geht's ganz einfach mit Laptop und Beamer. Zu der Diashow wird dann im Herbst eingeladen und das Zeltlager wird noch einmal mit seinen schönen Erinnerungen ins Gedächtnis gerufen. 

 Sobald wir einen neuen Zeltplatz dann gefunden haben, gehen auch schon die Anmeldung für das nächste Zeltlager raus. Das ist meistens dann so im Februar des neuen Jahres. Anfang April machen wir dann mit den Gruppenleitern ein gemeinsames Vorbereitungswochenende in einer Herberge und planen das Zeltlager durch. Hier werden Dinge wie die Zelt- und Gruppeneinteilung geregelt sowie wer von den Älteren welche Aufgabe übernehmen möchte. Dazu kommt dann noch in Gruppenarbeit die Planung der Nachtwachen, des Essensplans und ein paar Freizeitgestaltungsansätze. Natürlich muss auch jedes Jahr ein passendes Lagerzeichen gefunden werden, das uns alle miteinander verbindet und das wir auch symbolisch bei uns tragen z.B. als Kette oder als Armband.

 Zu den Vorbereitungen des Zeltlagers zählen auch immer die Instandhaltung unserer Zeltlagersachen. Hierzu gehört das richten der Heringe zum Zeltabspannen, bauen von Kisten und das Wegbringen unserer kaputtgegangenen Zelte zur Reparatur, um nur einen kleinen Teil unserer Aufgaben im Lager unserer Zeltlagersachen zu betrachten.

Wenn es dann in den Sommerferien soweit ist und die Aufregung und Vorfreude bei allen ins Unermessliche steigt, fahren am Wochenende bereits die Gruppenleiter voraus und bauen schon mal den größten Teil der Zelte, wie z.B. das große Essensabdach, der Küche usw. auf. Aber natürlich müssen auch die Kinder ran und müssen dann Montag ihre Zelte aufbauen. Die Kinder reisen meistens in den Autos einiger Eltern an, da wir ja bereits im Zeltlager sind. Hier möchten wir uns herzlich bei allen Eltern für Ihre Unterstützung danken. Nicht immer aber manchmal, nehmen wir auch unsere Fahrräder mit und die Kinder kommen dann Montags in Begleitung einiger Erwachsener mit dem Fahrrad zum Zeltlager und sind dann hocherfreut, wenn bei uns die Erfrischungsgetränke bereitstehen :-)
Zu den Aufgaben im Zeltlager, die die Kinder in Gruppen verrichten gehören z.B. der Spüldienst, Toilettendienst, Küchendienst oder auch der Holzdienst. Aber in der Gruppe ist auch diese morgendliche Arbeit schnell erledigt und der Spaß in der Gruppe kommt natürlich nicht zu kurz.

Nachdem die Gruppen mit Ihren Diensten fertig sind besteht bis zum Mittagessen die Möglichkeit in den Gruppen oder wild durcheinander die Freizeit bis zum Mittag mit einigen Aktionen zu nutzen. Hierfür bietet sich sehr gut die Spielekiste an, die mit einigen Ballsportarten wie z.B. Tischtennis, Federball, Volleyball, Fußball usw. sowie Gesellschaftsspielen aufwartet. Irgendwas findet sich immer und der Computer, die Playstation und der Fernseher zu Hause geraten schnell in Vergessenheit.
Am Nachmittag haben dann immer unsere Organisatoren der Freizeit etwas "ausgeheckt". Die Aktionen sind immer unterschiedlich und sind z.B. Städtetouren, Zoo besuche, Schwimmen gehen, Freizeitparks, Lagerolympiaden, Bastelaktionen und vieles mehr.
Abends ist dann auch immer nach soviel Aktivität der Magen leer und die Freude über das Abendessen riesig. Nach dem sich alle Satt gegessen haben besteht wieder die Möglichkeit bis zur Lagerrunde in der Gruppe ausgelassen zu spielen. Bis dann so gegen 22 Uhr unsere Lagerglocke läutet und sich alle Lagerteilnehmer im Kreis um unser Lagerfeuer versammeln. Hier wird dann noch mal der Tag beleuchtet sowie die Planungen für den nächsten Tag erläutert. Dazu wird noch der Nachtwachenplan verkündet und das "GuteNachtLied" von unserer großartigen Jungschützen Band "Le Band" gespielt und alle singen mit.
 

 In der Nacht, kann es dann schon mal vorkommen, das wir "Überfallen" werden. Dann natürlich nur von unseren Freunden, Bekannten und Eltern die sich vorher bei dem Lagerleiter immer !! anmelden müssen. Die Kinder und anderen Gruppenleiter wissen darüber nicht bescheid und die Nachtwache sollte also alle Augen aufhalten. Wenn es dann also zum Überfall läutet, heißt es hinter den Zelten verstecken und auf alles was sich bewegt ein Auge zu behalten und den möglichen Überfaller zu fangen. Diese wollen natürlich ein bisschen Chaos erzeugen und legen auch gerne schon mal das ein oder andere Zelt "flach" indem einfach die Mittelstange "geklaut" wird oder sie vergnügen sich an unseren Essensvorräten und schlagen sich in unserer Küche den Bauch voll. Das größte für die Überfaller wäre natürlich unser Banner an unserem Bannermast zu klauen aber das hat noch keiner geschafft! ;-)

Nach zwei Wochen Zeltlager dürfen dann auch die Eltern mal vorbeischauen. An unserem Elterntag reisen die Eltern im Bus an und die Freude bei groß und klein ist riesig, wenn auch nur manchmal über die Finanzspritze der Eltern.... Die Eltern verbringen also den Tag mit uns bei Kaffe und Kuchen, einer Lagermesse, dem und dem schon traditionellen Fußballspiel der Kinder gegen die Eltern. Den Abschluss des Tages bildet immer eine große Lagerrunde aller Eltern und Kinder, die sich danach schon wieder von ihren manchmal auch traurigen Kindern verabschieden müssen und die letzte Woche im Lager wird angegangen.

Nach dem Elterntag können sich die Kinder dann noch einmal eine knappe Woche bei ungebrochenem Spiel und Spaß von den Eltern erholen.

Das waren also einige Auszüge aus unserem Lagerleben und wir hoffen Euch einige Impressionen hinterlassen zu haben. Natürlich könnt ihr auch selber einmal mitfahren oder uns am Elternabend besuchen kommen um alles einmal "live" zu erleben.